Ehrenamtskarte

Kolpingwerk in Bayern fordert auf zur landesweiten und flächendeckenden Einführung der Ehrenamtskarte!

Die Landesversammlung des Kolpingwerkes Bayern begrüßt die Einführung der Bayerischen Ehrenamtskarte und sieht darin eine Anerkennung des vielschichtigen bürgerschaftlichen Engagements, das auch in den 579 Kolpingsfamilien mit über 65.000 Mitgliedern in Bayern geleistet wird.

Die Delegierten aus den sieben bayerischen Diözesanverbänden fordern die Landkreise und kreisfreien Städte auf, die Ehrenamtskarte für ihren Bereich einzuführen. Bisher haben sich erst 28 von den 71 Landkreisen und 8 von den 25 kreisfreien Städten angeschlossen. Das Kolpingwerk in Bayern sieht die Landesregierung in der Pflicht, die Landkreise und kreisfreien Städte bei der Ausgabe der Ehrenamtskarte zu unterstützen und die Ausweitung der Akzeptanzstellen voranzutreiben.

Die Delegierten der Landesversammlung nahmen den Auftrag mit, in den verbandlichen Ein-richtungen die Gewährung von Vergünstigungen auf die Ehrenamtskarte zu prüfen und um-zusetzen.

Die Kolping-Landesversammlung ruft das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen auf, bei den Anforderungen zum Erhalt der Karte auch das Engagement von vielen Ehrenamtlichen im Blick zu haben, die sich nicht regelmäßig jede Woche fünf Stunden bzw. 250 Stunden im Jahr engagieren.

Die Repräsentanten des katholischen Sozialverbandes sehen in der Ehrenamtskarte einen guten Schritt zur gesellschaftlichen Anerkennung und Aufwertung der ehrenamtlichen Tätigkeit (vgl. Leitbild Kolpingwerk Deutschland, Ziffer 73).

Das Kolpingwerk Bayern appelliert an alle politischen Ebenen, die Ehrenamtlichen weiter zu entlasten, (z.B.: Vereinfachung von Verwaltungsabläufen), zu schützen und – bis hin zur Anerkennung des bürgerschaftlichen Engagements bei der Rente – zu unterstützen.

Weiterer Hintergrund:

Mit der Erklärung soll das positive Engagement der Landesregierung zur Anerkennung des bürgerschaftlichen Engagements gewürdigt werden. Gleichzeitig werden aber auch die Schwächen (Arbeit und Kosten bei den Landkreisen; Entscheidung zur Einführung im Landkreis/ kreisfreien Stadt; Akzeptanz der Karte; hohe Hürden zum Erhalt; Anfängliches Zeichen der Anerkennung aber nicht ausreichende Gleichstellung des Ehrenamtes) angesprochen. Das Kolpingwerk will nicht nur kritisieren, sondern bringt neben dem bürgerschaftlichen Engagement seiner Mitglieder auch die Prüfung der Anerkennung der Ehrenamtskarte in den eigenen Einrichtungen ein.

Diese Erklärung wurde am 28. April 2012 in Nürnberg einstimmig von den Delegierten der sieben bayerischen Diözesanverbände des Kolpingwerkes in Bayern beschlossen!