Embryonale Stammzellenforschung
Presse-Information
Köln, 14. Februar 2012
Herausgeber: Kolpingwerk Europa
Monika Kowoll-Ferger, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Kolpingwerk Europa fordert Finanzierungsstopp für die embryonale Stammzellenforschung
Konsequenz aus Urteil des Europäischen Gerichtshof – „Horizont 2020“ muss geändert werden
Köln/Straßburg. „Verbrauchende Embryonenforschung darf im Rahmen der Europäischen Union nicht gefördert werden.“
Das fordert der Vorstand des Kolpingwerkes Europa in seiner Sitzung am 14./15. Februar in Straßburg. Damit bezieht sich die
Spitze des katholischen Sozialverbandes in Europa auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom vergangenen
Oktober. Darin hatte der EuGH entschieden, dass keine Verfahren patentiert werden dürfen, bei denen menschliche Embryonen
zerstört werden – und zwar unabhängig davon, in welchem Entwicklungsstadium sich die Embryonen befinden.
Dieses Urteil begrüßt der Vorstand des Kolpingwerkes Europa, auch weil in der Begründung ausdrücklich vom Schutz der
Menschenwürde im Zusammenhang mit der embryonalen Stammzellenforschung gesprochen wird. „Das Urteil war gut, jetzt
müssen die Konsequenzen folgen“, erklärt die Kolping-Europavorsitzende Barbara Breher in Straßburg. Konkret bedeute das
einen Finanzierungsstopp für die embryonale Stammzellenforschung. Statt dessen solle die Europäische Union ethisch vertretbare
Alternativen finanziell unterstützen, wie zum Beispiel die Forschung an adulten Stammzellen, wie sie unter anderem im
Knochenmark oder der Nabelschnur nach der Geburt vorhanden sind.
In Konsequenz des EuGH-Urteils fordert der Vorstand des Kolpingwerkes Europa auch die Umsetzung des Forschungsprogramms
„Horizont 2020“, das Ende November von der Europäischen Kommission vorgeschlagen wurde und innerhalb dessen
verbrauchende Embryonenforschung nicht gefördert wird. Allerdings werde im gleichen Kommissionsvorschlag die Forschung
mit menschlich-embryonalen Stammzellen ohne Begrenzung, wie z.B. eine Stichtagsregelung, noch als förderungswürdig
beschrieben, so Breher. „Das muss geändert werden“, so die Kolping-Europavorsitzende.
Das Kolpingwerk Europa hat derzeit mehr als 300.000 Mitglieder in insgesamt 20 Ländern. Davon gehören 13 zur Europäischen
Gemeinschaft
